Kryptochismus bei Hunden

Kryptorchismus beschreibt das Fehlen eines oder beider Hoden im Hodensack. Der Hoden wird in der Bauchhöhle gebildet und sollte im Lauf der Entwicklung Richtung Hodensack wandern.

Bis zu 15 % aller Hunde leiden unter Kryptorchismus. Die natürliche Entwicklung wurde gestört, der Hoden ist auf seiner «Wanderung» stecken geblieben. Das kann zu Problemen führen. Die Temperatur in der Bauchhöhle ist zu hoch. Die wärmere Temperatur kann dazu führen, dass der Hoden tumorartig wird und wächst. Er kann sich auch um die eigene Achse drehen oder sich um den Dünndarm wicklen und dadurch einen Darm-Verschluss verursachen. Eine Operation verhindert, dass es zu solchen Komplikationen kommt.

Kryptorchismus ist erblich bedingt. Betroffene Hunde kommen deshalb als Zuchttiere nicht mehr in Frage.

Im Gespräch mit Jill Keiser gibt Tierarzt Enrico Clavadetscher Auskunft über Kryptochismus bei Hunden.

Autor/in: Jill Esther Keiser