Latäri in Islikon

Latäri ist einer von vielen Licht- und Feuerbräuchen. Gepflegt wird er bis heute in der Thurgauer Gemeinde Islikon. Der Name Latäri kommt von Lätare. Lätare ist der Mittfastensonntag, drei Wochen vor Ostern.

Die Schuljugend von Islikon versammelt sich am Abend hinter dem Schulhaus. Die Kinder und Jugendlichen tragen neue oder wieder in Form gebrachte Laternen mit sich. Die Kerzen werden angezündet, danach setzt sich der Laternenzug in Bewegung und bringt Licht in jede Gasse.

Nachdem alle Strassen «erleuchtet» sind, ziehen die Schülerinnen und Schüler zum Tegelbach. Sie schwemmen die Lichter auf einem Schiff drei Mal den Bach hinunter und rufen im Chor:

«Fürio, de Bach brännt.
d'Isliker händ en aazündt,
d'Chefiker chömed cho lösche
mit hunderttuusig Frösche.»

Autor/in: Kurt Zurfluh