Magendrehung bei Hunden

Die Magendrehung ist eine gefürchtete Krankheit bei grossen und älteren Hunden. Ohne chirurgischen Eingriff führt sie zum Tod des Tieres. Bis heute weiss man nicht genau, weshalb es bei Hunden zu einer Magendrehung kommt.

Im Gespräch mit Jill Keiser erklärt Tierarzt Enrico Clavadetscher, was bei einer Magendrehung genau passiert und was in einem solchen Fall zu tun ist.

Magendrehung (Torsio ventriculi)

Bei dieser Krankheit dreht sich der Magen um die Achse Speiseröhre-Darm. Dadurch verschliesst sich der untere Teil der Speiseröhre. Der Ausgang vom Magen in den Darm wird derart verdreht, dass kein Abluss mehr stattfinden kann. Der Magen bläht sich durch vorhandene Gase auf und drückt auf lebenswichtige Organe wie Blutgefässe oder Nervenstränge. Richtung Kopf drückt der Magen aufs Zwerchfell und erschwert die Atmung. Wird nicht frühzeitig reagiert, kommt es zu einem Kreislauf-Schock und die Tiere sterben.

Die Symtome einer Magendrehung sind eindeutig: da der Hund nicht mehr schlucken kann, sondert er weissen Schaum ab. Die Tiere leiden schrecklich. In der Wohnung verkriechen sie sich in eine Ecke, im Garten graben sie sich ein. Sie verhalten sich sehr ungewöhnlich. Weil sich der Magen mit Gasen füllt, wird der Bauch immer breiter. Bei diesen Anzeichen ist rasches Handeln gefragt. Das Tier muss sofort zum Arzt, damit ein Kreislauf-Schock verhindert werden kann.

Autor/in: Jill Esther Keiser