Maisingen: Kinder sind ganz schön clever

Innovativ sein ist heutzutage gefragt, auch bei einem alten Brauch wie dem Maisingen. Die Kinder im Kanton Fribourg lassen sich diesbezüglich so Einiges einfallen, damit ihr Kässeli noch schneller voll wird.

Kreativität wird belohnt.
Bildlegende: Kreativität wird belohnt. Colourbox

Der Brauch des Maisingens ist wahrscheinlich mehrere hundert Jahre alt. Mit Gesang wollen dabei die Kinder das «Wiedererwachen des Lebens» begrüssen, aber nicht nur! Der Reiz besteht natürlich vor allem darin, sein Sparschwein mit in paar extra Batzen zu füttern.

Maisingen vor 50 Jahren

Als der ehemalige Lehrer Tony Raemy vor 50 Jahren selber singend von Haus zu Haus zog, kamen höchstens ein Fünfliber oder gar ein paar Eier zusammen. Während man damals noch Altbewährtes wie «Grüssgott du schöner Maien» trällerte, singen die Kinder heute auch gerne einmal «Unsere Oma fährt im Hühnerstall Motorrad» oder «An den Ufern des Mexico Rivers».

Kreativität ist Trumpf

Heute können beim Maisingen gut und gerne einmal 100 Franken zusammenkommen. Noch etwas hat sich geändert: die Kinder singen nicht nur, sondern spielen auch noch Gitarre oder Schwyzerörgeli dazu. Sogar tragbare CD Player kommen heute zum Einsatz. 

Kässeli füllt sich heutzutage schneller

Manche Maisingen-Gruppen ziehen gar nicht mehr von Haus zu Haus, sondern spielen gleich im Restaurant auf. Ganz schön clever, denn so erreicht man bekanntlich viele Menschen auf einmal und das Kässeli füllt füllt sich noch schneller.

Moderation: Eric Dauer, Redaktion: Kurt Zurfluh