Musik und Geschichten: Jacques Brel

Mit grossen Gesten erzählte er von der Liebe und vom Tod, von Freude und Leid, klagte über Einsamkeit und Verlust, sehnte sich nach Treue und Freundschaft.

Jacques Brel war ab Ende der 1950er-Jahre einer der meist gehörten Interpreten des Chansons und veröffentlichte rund 130 Lieder. In seinen teils sozialkritischen Texten prangerte er Hass und Ungerechtigkeit an.

Seine Chanson-Texte und -Melodien decken unterschiedliche Stimmungen ab, von frivol-ausgelassen bis zu melancholisch oder mahnend. Doch selbst die Lieder, die von Trennung handeln, haben einen ironisch-hoffnungsvollen Anklang. 

Auf dem Höhepunkt seines Erfolges brach er alle Brücken hinter sich ab und floh auf die Insel Hiva Oa im südöstlichen Pazifik. Dort blieben ihm nur noch wenige Jahre. Viel zu früh verstarb einer der grössten Chansonniers, dessen Chansons immer mehr waren als blosse Lieder. Sie waren - sie sind das Leben.

 

Moderation: Eric Dauer, Redaktion: Bea Andrek