Potenz- und Erektionsstörungen

Potenz- und Erektionsprobleme sind im Alter weit häufiger als in jungen Jahren. Bei den 60- bis 69-jährigen Männern haben bereits weit mehr als 60 Prozent Potenzprobleme. Bei den über 70-jährigen Männern betrifft es bereits jeden zweiten.

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Um Erektionsprobleme und Potenzschwäche im Alter dauerhaft und wirkungsvoll zu behandeln, muss man wissen, dass die Ursachen für Potenzprobleme mannigfaltig sein können. Zunächst sollte man auf seine Gesundheit und eine möglichst gesunde Lebensweise achten.

Die Mehrheit der Potenzstörungen hat organische Ursachen. Am häufigsten sind Gefässerkrankungen. Sie beeinträchtigen Blutzufuhr und -abfluss in den Schwellkörpern des Penis dermassen, dass es zu keiner ausreichenden Erektion kommt. Seltener sind hormonelle Störungen (z.B. Testosteronmangel) oder Störungen bei der Weiterleitung der Nervensignale zum Penis (z.B. nach vollständiger Entfernung der Prostata).

Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Arteriosklerose und erhöhter Cholesterinspiegel steigern das Risiko von Erektionsproblemen. Auch Medikamente (z.B. Blutdrucksenker, Antidepressiva und Beruhigungsmittel) können die Potenz beeinträchtigen.

Stress im Beruf oder Probleme in der Partnerschaft können die Lust auf Sex herabsetzen und die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen.

Dr. med. Kurt Lehmann, Urologe am Kantonsspital Baden spricht über weitere Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Prävention. Ausserdem erzählt ein direkt Betroffener von seinen Erfahrungen.

Redaktion: Christine Schulthess