Redensarten: Bildergalerie der Sprache

Brauchtum

«Gnue Höi dunge», «Si wott de Föifer und s Weggli» oder «Er macht Negel mit Chöpf». Das sind Redewendungen, die wir im Alltag gerne verwenden. Hinter jeder Redensart versteckt sich eine spezielle Geschichte. Davon erzählt Christian Schmid in seinem Buch «Blas mer i d Schueh».

Christian Schmid
Bildlegende: Christian Schmid SRF

«Redensarten sind die Bildergalerie der Sprache», schreibt Christian Schmid im Vorwort. Tatsächlich werden damit komplizierte oder abstrakte Dinge oder Situationen mit einem starken Bild auf den Punkt gebracht. Wenn jemand sagt: «I ha mi gfüült wie s föifte Raad am Waage», dann drückt dies eindrücklich aus, wie überflüssig man sich fühlt. Ein Wagen braucht nun mal nur vier Räder und das fünfte dient höchstens als Ersatzrad.

«Häftlimacher»? «Chuehut»?

Bei vielen Redensarten erschliesst sich die ursprüngliche Bedeutung nicht mehr automatisch, weil ihr konkreter Bezug verloren gegangen ist. Was ist ein «Häftlimacher»? Warum geht etwas auf eine «Chuehut» - oder eben gerade nicht? Von welchem «Oben» geht das Heu hinunter, bis eben «gnue dunge» ist? Und warum hat der Teufel einen Karren? Auf solche und ähnliche Fragen geht Mundartexperte Christian Schmid in seinem Buch ein. Markus Gasser stellt es zusammen mit dem Autor vor.

Redaktion: Markus Gasser