«Stimmen der Heimat - Stimmen der Schweiz»

Brauchtum

Die «Stimmen der Schweiz» sind zwei CDs und ein Begleitband mit 34 Mundartgeschichten aus allen vier Sprachregionen der Schweiz, die das Phonogrammarchiv der Universität Zürich 2012 herausgegeben hat.

Das Leben in der Schweiz zur Zeit der Landi 1939.
Bildlegende: Das Leben in der Schweiz zur Zeit der Landi 1939. Theo Frey, Copyright Fotostiftung Schweiz, Winterthur

Ursprünglich waren die Aufnahmen als «Stimmen der Heimat» für die Landesausstellung 1939 aufgenommen und auf 18 Schellackplatten veröffentlicht worden. Historische, wertvolle Aufnahmen in einem neuen Kleid also. Zu hören sind unter anderen die Grössen der Mundartliteratur aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Der Schaffhauser Albert Bächtold, der Thurgauer Alfred Huggenberger, aus Solothurn Josef Reinhart sowie der Baselbieter Traugott Meyer und der Berner Simon Gfeller. In drei Minuten erzählen sie in ihrer Mundart Geschichten, Sagen oder Alltagsbegebenheiten.

Die Doppel-CD gibt einen klingenden Überblick über die Sprachlandschaften der Schweiz vor über 70 Jahren. Und der Begleitband erhellt die Umstände, unter welchen 1939 diese Aufnahmen gemacht wurden: Die Bedrohung durch Krieg und Faschismus führte dazu, dass nationale Eigenheiten wie die Dialektvielfalt gestärkt und gefördert wurden.

Moderation: Christian Salzmann, Redaktion: Markus Gasser