Tausendgüldenkraut als Heilpflanze

Das Tausendgüldenkraut war schon im Altertum eine beliebte Heilpflanze. Zum Ursprung des Namens gibt es verschiedene Legenden. Das Kraut war auch Inspiration für märchenhafte Geschichten.

Blühendes Tausendgüldenkraut.
Bildlegende: Blühendes Tausendgüldenkraut.

Eine Legende sagt, der Name Tausendgüldenkraut leite sich vom hundertfachen Gold Centaurium ab. Die Begeisterung für das Kraut habe im Mittelalter dann zur Wertsteigerung auf Tausend geführt. Eine andere Legende erzählt, dass ein Zentaur seine eitrigen Wunden mit dem Tausendgüldenkraut geheilt habe.

Dann gibt es die Geschichte eines reichen Mannes. Er litt unter schrecklichem Fieber. Er versprach einem armen Volk tausend Gulden, wenn es ihn vom Fieber heilen könne. Das Volk vertraute der heilenden Wirkung vom Tausendgüldenkraut, der reiche Mann wurde gesund und das arme Volk reich beschenkt.

Anregende Wirkung

Die Legenden und Geschichten haben eins gemeinsam: sie betonen die Heilkraft der Pflanze. Über das Tausendgüldenkraut gibt es in der heutigen Medizin noch keine umfangreichen Forschungs-Ergebnisse. Die traditionellen Anwendungen belegen aber seine heilende Wirkung.

Als Tee oder Tinktur zubereitet hilft Tausendgüldenkraut bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Durch seine stärkende Wirkung hilft es vorbeugend gegen Müdigkeit und Erschöpfung.

Im Gespräch mit Jill Keiser stellt Professor Dr. Reinhard Saller das Tausendgüldenkraut vor.

Autor/in: Jill Esther Keiser