Teure Mikroorganismen aus der Flasche

Garten

Mikroorganismen in flüssiger oder in Pulverform werden seit geraumer Zeit in Gärtnereien angeboten. Sie sollen den Pflanzenwuchs optimieren.  Allerdings enthält Gartenerde von Natur aus schon eine ganze Palette an Mikroorganismen. Da stellt sich die Frage, ob es überhaupt nützt nachzuhelfen.

Bei einem Englischen Rasen müssen Mikroorganismen wieder zugefügt werden.
Bildlegende: Bei einem Englischen Rasen müssen Mikroorganismen wieder zugefügt werden. zvg

Bei einem normalen, gesunden Gartenboden ist die zusätzliche Mikroorganismen-Kur tatsächlich zu viel des Guten. Etwas anders verhält es sich, wenn man einen Englischen Rasen heranzüchten möchte. Hier müssen viel Kunstdünger und Pestizide angewendet werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Eine extra Portion Mikroorganismen aus der Flasche kann also nicht schaden.

SRF-Gartenfachfrau Silvia Meister ist dennoch nicht überzeugt von dieser brachialen Methode. Ihr schwebt eine natürliche Pflege mit Kompost oder organischen Düngern, die sich mit Bio-Organismen gut vertragen, vor. Wer dennoch auf Produkte mit Mikroorganismen zurückgreifen möchte, sollte sich die Inhaltsstoffe des jeweiligen Präparats gut anschauen. Silvia Meister stellt fest, dass hier oft falsche Versprechungen gemacht werden.

Autor/in: daue, Redaktion: Bernhard Siegmann