Tollkirsche und Stechapfel

Tollkirsche und Stechapfel sind giftige Nachtschattengewächse. Richtig dosiert werden ihre Inhaltsstoffe in der Medizin verwendet. Sie wirken krampflösend und werden zum Beispiel bei Epilepsie oder Asthma angewendet.

Die Blüte der Tollkirsche.
Bildlegende: Die Blüte der Tollkirsche. Jürgen Vieweg / pixelio.de

Die Inhaltsstoffe der Tollkirsche wurden früher für kosmetische Produkte verwendet. Sie führten zur Vergrösserung der Pupillen, was zu früheren Zeiten einem Schönheits-Ideal entsprach.

Der Giftstoff Atropin der Tollkirsche wirkt auf verschiedene Nervensysteme. In therapeutischer Dosis erhöht er die Herzschlagfrequenz und entspannt die glatte Muskulatur. Daher nimmt die Speichel- und Schweissbildung ab, Magendarm- und Gallenwegskrämpfe werden gelindert.

Wie die Tollkirsche gehört auch der Stechapfel zu den Nachtschattengewächsen. Er enthält zum Teil die gleichen Giftstoffe wie die Tollkirsche. In der Homöopathie werden die Inhaltsstoffe des Stechapfels hoch verdünnt. Das Mittel kommt bei Erkältungs-Krankheiten zum Einsatz.

Im Gespräch mit Jill Keiser stellt Professor Dr. Reinhard Saller die beiden Nachtschattengewächse vor.

Autor/in: Jill Esther Keiser