«Vogel Gryff» am 20. Januar im Kleinbasel

Brauchtum

Vogel Gryff gilt als der höchste Ehrentag Kleinbasels. Trägerinnen des Brauchtums sind die drei Ehrengesellschaften zum Rebhaus, zum Hären und zum Greifen. Ihre Wurzeln reichen zurück bis in jene Zeit vor der Vereinigung Kleinbasels mit Grossbasel 1392.

Die drei Ehrenzeichen am Festtag 2010 auf der Mittleren Brücke in Basel. «Wild Maa» der Ehrengesellschaft zur Hären, «Vogel Gryff» der Ehrengesellschaft zum Greifen und «Leu» der Ehrengesellschaft zum Rebhaus.
Bildlegende: Die drei Ehrenzeichen am Festtag 2010 auf der Mittleren Brücke in Basel. «Wild Maa» der Ehrengesellschaft zur Hären, «Vogel Gryff» der Ehrengesellschaft zum Greifen und «Leu» der Ehrengesellschaft zum Rebhaus. Keystone

Die drei Ehrengesellschaften waren im Mittelalter unter anderem für die Bewachung der Stadtmauern verantwortlich. Die jährliche Waffen-Musterung endete mit einem Marsch durch Kleinbasel und mit einer Mahlzeit. Seit dem 16. Jahrhundert marschieren die drei Ehrenzeichen «Vogel Gryff», «Wild Maa» und «Leu» mit.

Die militärischen Aufgaben sind längst vergessen. Geblieben sind der gemeinsame Umzug, das «Gryffemähli» und der Einfluss der drei Ehrengesellschaften im Kleinbasel. Gemeinsam setzt man sich auf vielen Ebenen für den eigenen Stadtteil ein und pflegt den Brauch des Vogel Gryff-Tages.

Der Festtag wird dieses Jahr am 20. Januar gefeiert. «Vogel Gryff», «Wild Maa» und «Leu» ziehen gemeinsam mit drei Tambouren und drei Bannerherren durch Kleinbasel und führen ihre traditionellen Tänze vor. Begleitet werden sie auch von «Ueli», der Geld für die Bedürftigen sammelt.

Kurt Zurfluh stellt den Jahrhunderte alten Brauch «Vogel Gryff» vor.

Autor/in: Kurt Zurfluh