Wählerisch - aus gutem Grund!

Katzen können beim Futter sehr wählerisch sein. Passt ihnen das vorgesetzte Fressen nicht, lassen sie es einfach links liegen. Was dem Mensch langweilig erscheinen mag, ist für eine Katze richtig: sie mag immer gleiches Essen.

Essgewohnheiten eignen sich Katzen schon sehr früh an. Will man sie an bestimmtes Futter gewöhnen, muss man entsprechend früh damit beginnen. Richtiges Futter - aus Sicht der Katze - ist solches, das schmeckt und gut für die Verdauung ist. Hat sie ihre Wahl einmal getroffen, darf man ihr getrost täglich das Gleiche servieren. Eine Katze hat keine reaktionsfähige Verdauung. Ihr Verdauungssystem müsste sich von Mal zu Mal neuem Futter anpassen.

Den «Speck» durchs Maul ziehen

Bei gewissen gesundheitlichen Problemen ist eine Futterumstellung unumgänglich. Probleme mit den Nieren oder der Leber erfordern möglicherweise Diätkost. Es kommt einer Kunst gleich, eine solche Umstellung durchzubringen. Diese Tipps können dabei hilfreich sein:

  • das neue Futter nach und nach unters vertraute mischen
  • das Futter interessant machen, zum Beispiel durch Erwärmen
  • mit dem Futter spielen, d. h. es verstecken oder - falls Trockenfutter - in der Wohung herumspicken

Aber bekanntlich sind Katzen sture Wesen. Folglich braucht es so oder so viel Geduld, ihr neues Futter schmackhaft zu machen.

Weitere Informationen über Katzen und ihr Essverhalten gibt Tierarzt Enrico Clavadetscher im Gespräch mit Jill Keiser.

Autor/in: Jill Esther Keiser