Zecken: Schweiz empfiehlt Impfung

Es ist Frühling. Es ist Zeit für Waldspaziergänge, für Arbeiten im Garten, für frische Luft, für die Wärme. Wenn nur diese Zecken nicht wären! Die kleinen Beisser sind wieder aktiv und mit jedem Biss könnten sie Krankheiten verbreiten.

Die gefährlichen Zecken sind kaum einen Millimeter gross.
Bildlegende: Die gefährlichen Zecken sind kaum einen Millimeter gross. colourbox.com

Die eine Krankheit ist die Hirnhautentzündung. Das bedeutet Ohnmacht und Sprachstörungen bis hin zu Lähmungserscheinungen. Die andere Krankheit ist die Borreliose: Hautrötung, Fieber, Gelenkentzündungen.

Impfen empfohlen

Gegen die Hirnhautentzündung gibt es eine Impfung mit 3 Injektionen. Diese Serie dauert 6 bis 12 Monate und bietet während 3 Jahren Schutz. Die beste Zeit für die Impfung ist der Winter, so wäre der Schutz im Frühling aktiv. Leider denkt im Winter noch kaum jemand an die Zecken.

Impfen ist in der Schweiz sinnvoll für alle, die oft draussen sind. Vor allem Erwachsene und Senioren, denn die Krankheit wird je älter der Erkrankte ist, desto schlimmer.

Viele Zecken im 2012

Gegen die Borreliose gibt es keine Impfung. Im Moment wird jedoch in Deutschland und in Österreich ein Gel getestet, das gegen die Borreliose helfen soll. Diese Studie ist noch nicht abgeschlossen, das Gel soll voraussichtlich im 2014 auf den Markt kommen.

Das 2012 soll ein Zeckenjahr werden! Diese Spinnentiere überleben nämlich in einem kalten Winter besser als in einem warmen. Sie fallen bei tiefen Temperaturen in einen Winterschlaf und überleben die Zeit, weil sie wenig Energie verbrauchen.

Einfache Tipps

Trotzdem muss man sich nicht fürchten. Wer im Wald und im Garten lange Hosen und geschlossene Schuhe trägt, sich nach dem Spaziergang nach den winzigen Tieren absucht und sich mit einem Tuch abrubbelt, der kann einen Zeckenstich mit einfachen Mitteln verhindern.

Redaktion: Brigitte Wenger