Zeittauschbörse

Senioren

Der Computer stürzt ab, im Garten wuchert das Unkraut und im Haus selber sieht es aus wie nach einem Bombenanschlag. Dabei würde man ja gerne alles wieder herrichten Aber gerade betagte Menschen sind damit oftmals überfordert. Die Lösung heisst: Zeittauschbörse und ist erst noch gratis.

Zeit selber ist zwar unbezahlbar, aber man kann sie verschenken.
Bildlegende: Zeit selber ist zwar unbezahlbar, aber man kann sie verschenken. Colourbox

Im Prinzip klingt alles ganz einfach. Man stellt seine Zeit zur Verfügung und bekommt dafür Zeit geschenkt. Von diesen Zeitbörsen gibt es mittlerweile mehrere in der Schweiz. Das Angebot der Pro Senectute Aargau baut derweil aufs Internet auf. Man meldet sich an, und immer dann wenn man Zeit verschenkt, wird dies aufs Zeitkonto gutgeschrieben. Wird Zeit in Anspruch genommen, wird dies natürlich vom Zeitguthaben wieder abgezogen.

Moderne Form der Nachbarschaftshilfe

Hinter «Zeit» stehen Hilfeleistungen wie Rasenmähen, Bügeln, Dichtungen reparieren, Altglas entsorgen aber auch Geschichten erzählen oder ganz einfach Zuhören. Eigentlich ist eine Zeittauschbörse eine moderne Form der Nachbarschaftshilfe.

Dabei geht es um mehr als nur gegenseitige Hilfe. Der zwischenmenschliche Kontakt soll gefördert werden. Berechtigterweise gibt es Menschen, die sich keine wildfremden Personen per Internet ins Haus einladen wollen. Deswegen werden extra regionale Treffen veranstaltet, wo man sich erst einmal kennenlernen kann.

Autor/in: Daue, Redaktion: Pia Kaeser