Zwerghunde - süss, aber verletzlich

Chihuaha, Rehpinscher, Yorkshire Terrier oder Toy-Pudel gehören zu den bekanntesten Zwerghunden. Sie haben gewisse Vorteile - benötigen zum Beispiel weniger Auslauf - haben aber auch oft gesundheitliche Probleme.

Chihuahua.
Bildlegende: Chihuahua. iStock Photo

Kleine Hunderassen werden nach dem Kindchen-Schema gezüchtet. Wegen der grossen Augen und dem grossen Hirnschädel erinnern sie an ein Kleinkind und lösen einen Jö-Effekt aus. Immer kleiner und niedlicher birgt aber einige Gefahren für das Tier.

Eine Menge Probleme verursachen zum Beispiel die hervor stehenden Augen. Bei «Glubschaugen» funktioniert der Lidschluss nicht mehr optimal, die Hornhaut wird durch mangelnden Tränenfluss nicht mehr korrekt ernährt. Das führt schlimmstenfalls zu einem Hornhaut-Geschwür oder zur Erblindung der Auges.

Tiearzt Enrico Clavadetscher rät vom Kauf von Zwerghunden ab. Entscheidet man sich trotzdem für ein kleines Tier, sollte es nicht unbedingt eines von der kleinsten Rasse sein.

Weitere gesundheitliche Probleme bei Zwerghunden:

  • im kleinen Maul haben die Zähne nicht genügend Platz; es kommt zu Unter- oder Überbiss und Kau-Faulheit
  • die Fontanelle schliesst sich nicht richtig, die Schädeldecke bleibt offen und ist nicht mehr ausreichend geschützt
  • da Zwerghunde häufig getragen werden, entwickeln sich Probleme beim Laufen, an Gelenken oder Beckenknochen können Deformationen auftreten

Autor/in: Jill Esther Keiser