Das Puff mit der Pufferzone

Rund um den Schweizer Nationalpark und das Val Müstair soll eine Pflegezone mit nachhaltiger Nutzung entstehen. Die betroffenen Gemeinden sind dagegen. Nun ist das UNESCO-Label der Region gefährdet.

Das Val Müstair. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Val Müstair leben die Menschen im Einklang mit der Natur. SRF

Für ihre intakte Natur und nachhaltigen Wirtschaftsprojekte hat die Region Unterengadin und das Val Müstair zusammen 2010 das Label der UNESCO für Biosphärenreservate erhalten. Dieses wurde aber mit einer gewichtigen Auflage vergeben.

Die Verantwortlichen müssen bis Ende 2013 ein Projekt vorweisen, das eine Pflegezone mit gemässigter Nutzung um das Gebiet des Nationalparks vorsieht. Das ist ihnen bislang jedoch nicht gelungen – das Label ist in Gefahr.

Das Val Müstair als Vorbild

Bei der UNESCO haben die Verantwortlichen nun mehr Zeit eingefordert, da sich die betroffenen Gemeinden gegen eine Pufferzone sträuben. Sie fürchten Restriktionen und Verbote.

Dass das Leben im Einklang mit der Natur aber durchaus funktioniert, beweist das Val Müstair. Das östlichste Tal der Schweiz hat sich einer sanften Nutzung verpflichtet. Die Reihe «Biosfera Val Müstair» begleitet eine Gruppe junger Menschen bei ihrer Expedition in das Tal, wo die Welt noch in Ordnung scheint.

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