Die Kehrseite des Wirtschaftswachstums

Für Regierungen in aller Welt zählt das ökonomische Wachstum zu den Hauptzielen ihrer Politik. Ein steigendes Bruttoinlandprodukt, niedrige Arbeitslosenquoten und gefüllte Staatskassen sind gefragt. Doch vom Wachstum profitieren oft nur die Mächtigen. Andere zahlen gar noch drauf.

Bagger bauen in China seltene Erden ab. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Seltene Erden: Ohne sie gäbe es keine Monitore oder Elektroautos. Doch der Abbau in der Inneren Mongolei zerstört die Umwelt und vergiftet die Menschen. Keystone

Vor der Küste von Mosambik haben ausländische Energiekonzerne Gasvorkommen entdeckt. Es wird viel investiert in dem südostafrikanischen Land, das zu den ärmsten der Welt zählt. Doch nicht alle profitieren: Für den Ausbau des Flughafens wurden Familien enteignet und ganze Dörfer getrennt.

Die rasante wirtschaftliche Entwicklung Südkoreas bringt einen enormen Leistungsdruck mit sich. Gleichzeitig verlieren traditionelle Familienstrukturen an Bedeutung. Arbeitnehmer, die dem Druck nicht standhalten können, sehen oft keinen Ausweg und wählen den Freitod. So hat sich die Anzahlt der Suizide innert zehn Jahren verdoppelt.

Beim Abbau von Seltenen Erden in der Inneren Mongolei werden Mensch und Umwelt vergiftet. Die chinesische Regierung kümmert das wenig, sorgt der Handel mit den gefragten Metallen doch für prall gefüllte Staatskassen.

Die dreiteilige Reihe zeigt, wie das Wirtschaftswachstum das Leben der Menschen in Mosambik, China und Südkorea verändert – oft nicht zum Guten. Denn vom Fortschritt profitieren nur die Mächtigen und Reichen. Die Verlierer zahlen gar noch drauf.

Stufe: Sek I, Sek II

Fächer: Wirtschaft, Geografie

Stichwörter: Wirtschaftswachstum, Globalisierung, Nachhaltigkeit, Armut, Korruption, Entwicklung, Investitionen, Umweltverschmutzung

Produktion: Barbara Lüthi. SRF ECO 2011

Verkauf: Nicht im Angebot.

VOD: Unbegrenzt.

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