Zum Inhalt springen
Inhalt

Gesellschaft, Ethik, Religion Gewalt und Religion – eine unheilige Allianz

Der IS-Terror steht für eine neue Form religiös motivierter Brutalität. Der Blick in die Geschichte zeigt aber, dass Gewalt wie Religion schon immer nahe beieinander lagen. Gleichzeitig rufen die Weltreligionen zu Frieden und Liebe auf. Woher kommt dieser Widerspruch? Kann er je überwunden werden?

Legende: Video Gewalt und Religion – eine unheilige Allianz abspielen. Laufzeit 35:23 Minuten.
Aus SRF mySchool vom 15.03.2016.

Menschen, die im Namen Gottes töten und Kriege führen: Es gab sie zu allen Zeiten und in allen Konfessionen. Denn Religion war stets beides: Grund und Gegenmittel für Gewalt. Papst Urban II. rief 1095 zu einem blutigen Kreuzzug gegen die Muslime auf. Im frühen Mittelalter verfolgte die katholische Kirche Ketzer, liess sie foltern und hinrichten.

In ihren Botschaften sind der Koran wie auch die Bibel ambivalent. So spricht beispielsweise die Bibel vom strafenden Gott der Sintflut genauso wie vom liebenden Gott und seiner Friedensbotschaft. Solche Widersprüchlichkeiten bieten Extremisten ein leichtes Spiel: Geeignete Passagen werden sich immer finden, um praktisch alle ideologischen Ziele zu rechtfertigen.

IS-Terroristen als moderne Verführer

Wie keine andere Gruppierung zuvor nutzt der sogenannte Islamische Staat derzeit das Internet und die sozialen Netzwerke zur Rekrutierung neuer Kämpfer. Die Propaganda zielt so vor allem auf junge Menschen. Professionell produzierte Propaganda-Filme machen ihnen die vermeintliche Kampf-Romantik schmackhaft, die zur Errichtung eines islamischen Gottesstaates führen soll. Einer Gesellschaft, die Politik und Religion völlig vereint – und dabei mit brutalsten Mitteln gegen den inneren und äusseren Feind kämpft.

Wo liegt die Wurzel dieser unheiligen Allianz zwischen Religion und Gewalt? Im Glauben an den einzig wahren Gott, der keinen anderen duldet? In seiner 35-minütigen Dokumentation sucht Fritz Kalteis Antworten auf diese brandaktuellen Fragen.

Stufe: Sek II

Fächer: Geschichte, Religion, Gesellschaft

Stichwörter: Religion, Glaube, Extremismus, Terrorismus, Totalitarismus, Fundamentalismus, Kreuzzüge, Dschihad, Ideologie, Intoleranz

Produktion: Fritz Kalteis. Metafilm/ORF 2014

Verkauf: Nicht im Angebot.

VOD: Bis 28.02.2019.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Teilen Sie Ihre Meinung... anwählen um einen Kommentar zu schreiben

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette verfügbar sind noch 500 Zeichen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Simon Solentaler, Leimbach
    Der Produzent hat einfach das Neue Testament unterschlagen, bewusst oder unbewusst? Für die Christen zählt das Neue Testament(Evangelium), die "Frohe Botschaft" Jesus, das Gewalt verbietet. Der Mensch ist frei, er kann sich auf dieser Welt frei entscheiden ob er Jesus nachfolgen möchte oder nicht, ohne Konsequenz. Im Islam mit dem Religionsstifter Mohamed ist dies nicht der Fall, bei Nichtbefolgen wird man bestraft. Der grosse Unterschied ist: Jesus hat kranke geheilt, Mohammed Gesunde getötet
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten