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Aktuell Grünes Licht für Fracking in Europa

Eine umstrittene Methode zur Förderung von Schiefergas – Europa sagt ja dazu. Den britischen Premier, David Cameron, freut's. Damit stösst der eifrige Fracking-Befürworter auf Widerstand. Finanzielle Anreize reichen nicht, um die Fracking-Gegner zu überzeugen.

Legende: Video Fracking-Botschafter David Cameron abspielen. Laufzeit 02:15 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.01.2014.

Der Weg ist frei für Fracking in Europa. Die EU-Kommission verzichtet vorerst auf verpflichtende europaweite Sicherheitsstandards. Stattdessen setzt die Behörde nur auf Empfehlungen an die EU-Staaten. Den britischen Premier, David Cameron, freut's.

Er gilt als eifriger Fracking-Befürworter, denn sein Land verfügt über enorme Schiefergas-Vorkommen. «Schiefergas-Gewinnung ist wichtig für unser Land», sagt Cameron. «Ich will, dass wir von dieser neuen Technologie genauso profitieren, wie es die USA bereits tun».

Die Finanzspritze

In Englands Gemeinden regt sich der Widerstand. Die Fracking-Gegner warnen vor Umweltschäden, vor Grundwasser-Verunreinigung oder kleineren Erdbeben. Der grossen Skepsis in der Bevölkerung begegnet die Regierung mit dem Versprechen auf billige Energie und zehntausende neue Arbeitsplätze, aber neu auch mit handfesten finanziellen Anreizen.

Die Fracking-Gegnerin Vanessa Vine meint dazu: «Es ist seltsam, wenn die Regierung die Gemeinden bestechen muss, um sie vom Fracking zu überzeugen. Wir Briten sind nicht dumm».

Doch der Premier bleibt dabei. Die Gefahren des Fracking seien gering, die Chancen dafür umso grösser. Allein das Schiefergasvorkommen in Nordengland könnte den Energie-Bedarf Grossbritanniens für 50 Jahre decken, so die Regierung.

Legende: Video Trailer: Gas Monopoly abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
Aus SRF mySchool vom 16.10.2013.

Geopolitische Debatten im Klassenzimmer

Woher wird Europa in Zukunft Gas beziehen? Dieser Frage geht auch der «SRF mySchool»-Beitrag «Gas Monopoly» auf den Grund. Bei dem diffizilen Geschäft haben die Minister, Topmanager und Lobbyisten alle Zügel in der Hand und diskutieren unter anderem die umstrittene Fracking-Merthode.

Im Unterrichtsmaterial finden Lernende ein massgeschneidertes Arbeitsblatt zum Thema Fracking. Wie funktioniert die Methode? Warum ist sie umstritten? Eine geeignete Ausgangslage für geopolitische Diskussionen im Klassenzimmer.

Fracking

Eine Fracking-Baustelle.
Legende: Keystone

Bei der umstrittenen Methode wird zuerst bis zu drei Kilometer tief in die Erde gebohrt. Auf einer Länge von anderthalb Kilometern wird dann die Gesteinsschicht aufgebrochen, indem Flüssigkeiten unter hohem Druck in den Schiefer gepresst werden. Das darin enthaltene Erdgas oder Erdöl wird freigesetzt und strömt an die Oberfläche.