Moderne Sklaverei

Gemäss neuesten Schätzungen lebt jede 237. Person auf der Welt in Sklaverei. Es sind vor allem Entwicklungsländer, in denen Menschen ausgebeutet, weiterverkauft oder misshandelt werden. Der Kampf gegen die Missstände ist schwierig.

Ein kleines Mädchen in Indien schaufelt Sand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Indien leben am meisten Sklaven. Darunter viele Kinder. Keystone

Knapp 30 Millionen Menschen weltweit leben in einer Form der modernen Sklaverei. Das zeigt eine Studie der australischen Organisation Walk Free Foundation. Sie hat 162 Länder hinsichtlich der Anzahl versklavter Personen, des Risikos der Versklavung und der Fähigkeit der Regierung, die Sklaverei zu bekämpfen, untersucht.

76 Prozent aller Versklavungen finden in nur zehn Ländern statt. Während in Indien mit 14 Millionen die meisten Sklaven leben, weist Mauretanien im Verhältnis zur Bevölkerung die meisten auf. Aber auch Europa ist von der Sklaverei nicht ausgenommen. In Deutschland soll es 10 000 Geknechtete geben, in der Schweiz immerhin noch rund 1100.

Laut Experten sei in erster Linie die Korruption für die moderne Versklavung verantwortlich – und diese ist vor allem in armen Ländern präsent. Deshalb versuchen die Industriestaaten die Armut in den Entwicklungsländer auf verschiedene Arten zu bekämpfen.

Mikrokredite, Direktinvestitionen und Spenden sollen den Ärmsten helfen, sich selbst zu helfen. Ob und wie diese Hilfe ankommt zeigt die «SRF mySchool»-Reihe «Die unbarmherzigen Samariter».

Sendungen zu diesem Artikel

  • SRF 1 22.11.2013 09:50

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    Die unbarmherzigen Samariter (5/5)

    22.11.2013 09:50

    Pakistan ist ein Entwicklungsland. Es ist gezeichnet von Armut, einer unstabilen Staatsführung und Terroranschlägen. Der Lebensmittelkonzern Nestlé investiert in dieses Land und nimmt mit der Milchproduktion und Mikrokrediten Einfluss auf das wirtschaftliche und soziale Umfeld.

    Unterrichtsmaterial

  • SRF 1 22.11.2013 09:40

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    Die unbarmherzigen Samariter (4/5)

    22.11.2013 09:40

    Die Weltbank unterstützte die Aluminiumfabrik Mozal in Mosambik mit einer Milliarde Dollar – Subventionen für ein Entwicklungsprojekt. Kritiker bezweifeln jedoch den Nutzen solcher Investitionen für die lokale Bevölkerung.

    Unterrichtsmaterial

  • SRF 1 22.11.2013 09:35

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    Die unbarmherzigen Samariter (3/5)

    22.11.2013 09:35

    Hungersnöte, Bürgerkriege und Aids: Afrika ist oft mit negativen Schlagzeilen in den Medien. Dabei hätte der Kontinent vor allem in der Landwirtschaft grosses Potenzial. Eine Erfolgsgeschichte ist die Cashewnuss-Produktion in Mosambik.

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  • SRF 1 22.11.2013 09:15

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    Die unbarmherzigen Samariter (2/5)

    22.11.2013 09:15

    Kredite vergeben an Menschen, die nichts haben: Einige Institutionen in Peru gewähren den ärmsten Leuten im Land Kleinkredite, damit sie ihr eigenes Unternehmen aufbauen können – und helfen ihnen, sich selbst und andere zu versorgen.

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  • SRF 1 22.11.2013 09:05

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    Die unbarmherzigen Samariter (1/5)

    22.11.2013 09:05

    Kein Geld der Welt kann Armut bekämpfen. Warum dann noch spenden? Aus schlechtem Gewissen und Angst vor Migration, sagen Experten. Doch Entwicklungshilfe ist keineswegs sinnlos. Richtig eingesetzt, fördert sie die Ausbildung und das Unternehmertum – und hilft den Menschen, sich selbst zu helfen.

    Unterrichtsmaterial