Mosaik - mit dem Collegium Novum Zürich

Das letzte Buch Pier Paolo Pasolinis, mit dem er kurz vor seinem Tod zum friulanischen Dialekt seiner Mutter zurückkehrt, und das für Sergej Newski Grundlage seines neuen Werkzyklus wird.

Das Restaurant in Genf, in dem Heinz Holliger seine erste kompositorische Inspiration erlebte, eine Steigerung von der reinen Geräuschkulisse zu einem rasend virtuosen Schlagzeugauftritt.

Das Albumblatt mit einem Gedicht, das zum 75. und dann noch einmal ganz anders zum 90. Geburtstag von Holligers Freund Pierre Boulez in Musik verwandelt wird.

Die Wellen des Teichs im Garten Nanzenji in Tokyo, die im Gegenüber mit den von Menschenhand geformten Kieswellen ein «Spiel der Elemente in der Musik» von Isabel Mundry auslösen. Und der Wind, der laut dem Johannesevangelium «bläst, wo er will», und so «ekstatische» Momente der Stille in Mark Andres neuen Drei Stücken hervorruft. Ein feines Mosaik von Inspirationen, Wechselwirkungen, Verwandlungen und Entwicklungen.

Sergej Newski: Cansión nach La Nuova Gioventù, für Sopran, Saxophon und Ensemble
Heinz Holliger: Ma'mounia, für Schlagzeug und Ensemble
Isabel Mundry: Traces de moments, für Klarinette, Akkordeon, Violine, Viola und Violoncello
Heinz Holliger: A plume éperdue, für Sopran, Altflöte, Englischhorn und Violoncello
Mark Andre: Drei Stücke

Collegium Novum Zürich
Sarah Maria Sun, Sopran
Marcus Weiss, Saxophon
Clement Power, Leitung

Konzert vom 30.11.19, Tonhalle Maag (Focus Contemporary)

Das Konzert steht unbegrenzt zum Nachhören zur Verfügung:
- Als einstündige, kommentierte Sendung mit einem Teil des Programms.
- Als ganzes Konzert, ohne Kommentar.
- Das Einführungsgespräch von Johannes Knapp, künstlerischem Leiter des CNZ.

Beiträge

Redaktion: Thomas Meyer