Spuren

Der Tod seiner Mutter hat in den Kompositionen Anton Weberns tiefe Spuren hinterlassen. Ganz besonders gilt dies für seine sechs Stücke für Kammerorchester op. 6 aus dem Jahr 1909, von welchen das vierte Stück an einen Trauermarsch gemahnt.

Ganz aus einer quasi statischen Stille heraus konzipierte Heinz Holliger 1985 die «Eisblumen» für sieben Streichinstrumente: Musik auf dem Rückzug in sich selbst - fast ohne Spuren zu hinterlassen. Die «Gesänge zur Nacht» von Rudolf Kelterborn entstanden 1978. Musik, deren Faszination letztlich unauflöslich mit den ihr zugrundeliegenden Gedichten verbunden ist, die in starken, zuweilen fast mythischen Bildern Erscheinungen der Natur als Spiegel der menschlichen Seele zur Sprache bringen.

Heinz Holliger : Eisblumen, aus «Scardanelli-Zyklus»
Rudolf Kelterborn: Musik mit Trios (UA), Pierre-Alain Monot gewidmet
Anton Webern/Pierre-Alain Monot: 6 Stücke für Kammerorchester op.6 (Neue Fassung für Kammerorchester, EA)
Rudolf Kelterborn: Gesänge zur Nacht - Musik für Sopran und Kammerorchester auf Gedichte von Ingeborg Bachmann und Erika Burkart

Sarah Wegener, Sopran
Musikkollegium Winterthur
Pierre-Alain Monot, Leitung

Konzert vom 25.01.18, Stadthaus Winterthur

Dieses Konzert steht bis 7 Tage nach Sendedatum zum Nachhören zur Verfügung:
- als einstündige, kommentierte Version mit einem Teil des Konzerts;
- als ganzes Konzert, ohne Kommentar.

Redaktion: Cécile Olshausen