Wagner-Nachlese: Das Collegium Novum ZH in der Tonhalle

Hans Werner Henzes Präludien zu «Tristan» sind ein Derivat aus seinem Klavierkonzert, das sich u.a. auch auf Wagners Musiktheaterwerk bezieht. Den Abschied von der Tonalität, der sich im «Tristan» andeutet, vollzogen die Musiker der Neuen Wiener Schule. Webern war einer ihrer wichtigsten Vertreter.

Gérard Grisey zählte zu den französischen Spektralisten, die gleichsam in das Innere der Klänge leuchteten und Klangwelten schufen, die in ihrer Suggestivität der Musik Wagners nicht nachstehen.

Dieter Schnebel schliesslich dialogisiert mit Wagner, indem er dessen «Karfreitagszauber » nicht ohne Ironie einem höchst exquisit besetzten Kammerensemble anverwandelt.

Hans Werner Henze: Präludien zu «Tristan» (2003) für Klavier

Anton Webern: Gesänge für Singstimme und Ensemble op. 8 und op. 13 (1910/1918)

Gérard Grisey: Vier Lieder von Hugo Wolf (Bearb. für Ensemble) (1997); «Partiels» für 18 Instrumente (1975)

Dieter Schnebel: «Wagner-Idyll» für Altflöte, Saxofone, Trompete, Schlagzeug, Harfe, Viola, Violoncello (1980)

Konzert vom 28. 6. 2013

Redaktion: Florian Hauser