Doc Watson: Nachruf auf den blinden Meister der akustischen Gitarre

Mit Doc Watson verlor die Bluegrass,- Folk- und Country-Welt einen ihrer stilprägendsten Musiker. Er starb am 29. Mai nach kurzer Krankheit 89-jährig im US-Bundesstaat North Carolina.

Doc Watson.
Bildlegende: Doc Watson.

Seine grosse Zeit kam ab 1960 im Zug des damaligen nationalen Folk-Revivals - mit Auftritten in New York, Los Angeles und am legendären Newport Folk Festival.

Arthel Watson, wie er eigentlich hiess, erblindete schon als Kind, aber er sog in seiner Jugend all die traditionelle Musik seiner Heimat in den Appalachen auf. Watsons eleganter «Flat-Picking»-Gitarrenstil und seine warme Stimme sind zum unverkennbaren Markenzeichen des siebenfachen Grammy-Gewinners geworden.

Seit 1988 war er ausserdem Gastgeber eines der grössten US-Festivals; das «MerleFest» in North Carolina zieht Jahr für Jahr gegen 80'000 Besucher an. Dessen Name erinnert an Watsons 1985 tragisch verstorbenen Sohn und musikalischen Partner Merle Watson.

Bob Dylan verglich seine perlenden Gitarrenläufe einmal mit «fliessendem Wasser». «On the Road Again» bringt den Vergleich zu Watsons Abschied ausgiebig zum Tönen.

Gespielte Musik

Moderation: Christian Zeugin, Redaktion: Geri Stocker