100 Jahre Théâtre des Champs-Elysées – ein Haus erzählt

  • Freitag, 7. Juni 2013, 15:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 7. Juni 2013, 15:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 30. Juni 2013, 16:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

«15 Avenue Montaigne» es gibt kaum eine feinere Adresse im ohnehin feinen 8. Pariser Arrondissement. Umgeben heute von exklusiven Modehäusern und vis-à-vis zum Eiffelturm, öffnete hier 1913 die beton-gewordene Vision eines Vordenkers der Künste die Tore.

Das Théâtre des Champs-Elysées, 1911 bis 1913 errichtet, ist eines der bekanntesten Pariser Konzerthäuser.
Bildlegende: Das Théâtre des Champs-Elysées, 1911 bis 1913 errichtet, ist eines der bekanntesten Pariser Konzerthäuser. Auguste Perret, UFSE, SAIF

Gabriel Astrucs Traum war ein Hauses für alle Genres: heute Musik, morgen Oper, obendrein Tanz, Theater, bildende Kunst und das alles an einem Ort.

Ein Haus wie das Théâtre des Champs-Elysées hatte Paris tatsächlich noch nicht gesehen, neuartig der Baustoff Beton und hochmodern die Architektur, an der führende Köpfe der Art déco mitgedacht hatten.

Die erste Saison glich einer Serie von Paukenschlägen, wovon die tosende Uraufführung von Strawinskys «Sacre du printemps» nur einer von vielen war.

Hausherr Gabriel Astruc ging darüber zwar gründlich bankrott, aber 100 Jahre danach ist seine Vision an der Avenue Montaigne lebendiger denn je.

Autor/in: Patricia Moreno