«Weia, waga, woge, du Welle» - Richard Wagners Rheintöchter

Epochaler Erneuerer des Musikdramas und karrierebewusster Mann, der keine Konkurrenz neben sich duldete: Der faszinierende Künstler Richard Wagner war auch ein skrupelloser Karrierist. Ein Musikhörstück von Balthasar Kübler, mit Barbara Falter, Désirée Meiser und Marie Jung.

Richard Wagner, 1813-1883.
Bildlegende: Richard Wagner, 1813-1883. Wikimedia

Schon die Zeitgenossin Emma Herwegh urteilte schonungslos über Richard Wagner: «Diese Taschenausgabe von einem Manne, dieser Foliant von Eitelkeit, Herzlosigkeit und Egoismus». Wie wichtig die Unterstützung von Frauen für sein Fortkommen war, wurde von seinen ersten Biografen jedoch konsequent ausgeblendet.

Das Musikhörstück bringt drei Frauen zusammen, die sich 1857 in Zürich tatsächlich begegnet sind. Und zwar im sogenannten «Asyl», der Gartenvilla «Rosemont» im Rieterpark von Zürich. Richard Wagner konnte dort mit seiner Frau Minna wohnen, dank der grosszügigen Unterstützung durch seinen Zürcher Gönner Wesendonck.

Ein fiktives Teegespräch im Salon von Minna Wagner, bei der ihre Nachbarin Mathilde Wesendonck vorbeischaut. Wenig später stösst auch eine junge Frau hinzu, die auf der Durchreise in Zürich Station macht: Cosima Liszt, seit kurzem Ehefrau des Dirigenten Hans von Bülow.

Erstausstrahlung: 13.05.13

Autor/in: Balthasar Kübler, Redaktion: Andreas Müller-Crepon