Wie ein Chamäleon – der Fagottist Sergio Azzolini

Der 45-jährige Italiener Sergio Azzolini verbringt viel Zeit mit seinem Instrument; er ist der heute wohl am meisten beschäftigte Fagottist überhaupt. Liebe auf den ersten Blick war es trotzdem nicht, als er als Kind dieses Instrument kennenlernte.

Als er klein war, hat er lieber gemalt oder dann einer Oboe zugehört. Trotzdem ist das Fagott «sein» Instrument geworden. Nicht wegen seines besonderen Klangs, sondern wegen den vielen verschiedenen Möglichkeiten, die es bietet.

Sergio Azzolini fühlt sich denn auch wie ein Chamäleon mit seinem Instrument. Er malt sozusagen damit. Denn das Fagott hat einen modellierbaren Charakter («damit muss man erst einmal zurechtkommen!»): Es ist der Begleiter im Continuo, dann aber auch der Solist.

Etwa bei Antonio Vivaldi, dessen 39 Fagottkonzerte Sergio Azzolini im Moment auf CD einspielt.

Erstausstrahlung: 20.01.13

Autor/in: Norbert Graf