Mythos Beethoven

Mit 30 realisiert Beethoven, dass er taub werden wird. Das setzt seinem Leben als fröhlicher Rheinländer ein Ende und lässt ihn zum Misanthropen werden. Er nimmt sein Schicksal an und komponiert dagegen an. Heroisch. Aber auch sein Leben als unglücklich Verliebter passt zum Bild des Helden.

Eine Zeichnung vom Kopf van Beethovens in schwarz-weiss
Bildlegende: Keystone / AP

Aus diesen beiden Ingredienzien ist er gemacht, der «Mythos Beethoven». Wir fragen nach, wie mächtig dieser Mythos ist und wie er sich im Lauf der Zeit verändert hat: wir fragen nach beim Wissenschaftler Hans-Joachim Hinrichsen, der Beethoven wie kaum ein anderer kennt. Dazu macht sich der Komponist Helmut Lachenmann über das Spätwerk Beethovens Gedanken – das sind jene letzten Werke, an denen sich der Beethovenmythos massgeblich entzündet hat, weil die Musik gar so bizarr und schroff klingt. Ein tönendes Abbild ihres Schöpfers? Was hat es auf sich mit dem Beethovenmythos, wie entwickelte er sich und welche Blüten trieb er? Und was hat Stanley Kubrick mit dem Ganzen zu tun?

Redaktion: Florian Hauser