Von der Zarin gerufen, von Stalin verfolgt

In Sibirien leben heute noch rund 300'000 Russen deutscher Herkunft. Es sind Nachfahren deutscher Bauern, die vor über 200 Jahren in den Südwesten Russlands auswandert sind.

1941, nach Hitlers Einmarsch in die Sowjetunion, liess Stalin eine Million dieser deutschstämmigen Russen nach Sibirien deportieren.

Zwar wurde der Vorwurf der Kollaboration inzwischen zurück genommen. Die Russlanddeutschen durften aber trotzdem  nicht in den europäischen Teil Russlands zurückkehren. Seit dem Ende der Sowjetunion sind deshalb Hunderttausende von Sibirien nach Deutschland ausgewandert.

Nadja Fischer zeichnet das Leben und die Geschichte einer russlanddeutschen Familie nach, die sich seit Jahren mit dem Gedanken trägt, auszuwandern, jedoch bis heute in Sibirien geblieben ist.