Was bleibt, stiften die Dichter. Else Lasker-Schüler im Exil

Sie stossen Ende der dreissiger Jahre aufeinander. Die Dichterin Else Lasker-Schüler und die Schweizer Fremdenpolizei. Die Petentin kämpft eigenwillig, aber fest entschlossen um ihren Aufenthalt.

Migrationsstempel der Schweiz
Bildlegende: KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Die Mittel der Gesuchstellerin brüskieren die Beamten. Hat Lasker-Schüler tatsächlich das Geburtsjahr im Pass persönlich abgeändert? Sie hat, und zwar kräftig, ihr Alter um ganze 30 Jahre reduziert. Als es den Behörden endlich gelingt, sie aus dem Land zu weisen, setzt sie sich in Jerusalem an den Schreibtisch und schreibt dem Bundesrat. Sämtliche Korrespondenz erscheint mit vollem Titel und offizieller Anrede in den Detektivberichten. Else Lasker-Schüler gelingt es unter diesen schwierigen Umständen immerhin zweimal, zwischen Jerusalem und Zürich hin- und her zu pendeln. Erst der Zweite Weltkrieg hält sie endgültig in Palästina fest, wo sie am 22. Januar 1945 stirbt.

Wiederholung einer Produktion aus dem Jahr 1999.

Redaktion: Steven Tree