«Was kostet der Mensch?» - von Peter Angerer und Joseph Nussbaumer

Seit 6000 Jahren gibt es Preislisten für Menschen. Sie dienten und dienen als Kalkulationsbasis für den Sklavenhandel vom Alten Ägypten bis in die Gegenwart. Der Marktwert einer jungen Frau aus Osteuropa oder Asien etwa, die in Europa zu Prostitution gezwungen wird, ist relativ hoch.

Bis zu 67'000 Dollar pro Jahr kann ein Menschenhändler an ihr verdienen.

In der US-Verfassung von 1787 ist ein Schwarzer nur so viel wert wie ein Fünftel-Weißer, und der Wert der indigenen Bevölkerung beläuft sich auf Null. Auch die Versicherungsbranche illustriert den tiefen Graben zwischen Erster und Dritter Welt. So wird die Entschädigungssumme für ein Opfer des Anschlages auf das World-Trade-Center tausendfach höher bemessen als die Summe für ein Tsunami-Opfer.