Wie die Jesidinnen zu sich fanden

  • Freitag, 14. Juni 2019, 20:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 14. Juni 2019, 20:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 16. Juni 2019, 15:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Die Jesidinnen, die ganz im Westen des Iraks leben, wurden schon oft vertrieben – jetzt haben die Frauen das Szepter übernommen. Jesiden sind eine monotheistische Religionsgemeinschaft, die ursprünglich aus dem Irak, Syrien und der Türkei kommen.

Drei Frauen mit leichtem Kopftuch um Hals und Kopf sitzen an einer rosafarbenen Wand.
Bildlegende: In einem Seitental des Shengal Gebirges an einer Trauer-Feier Anina Jendreyko

In den Tagen im August 2014 schien das Schicksal der Jesidinnen und Jesiden besiegelt. Der Islamische Staat rückte an, die Peschmergas, eigentlich zum Schutz der Jesidinnen in der Gegend rund um Shengal stationiert, flohen. Nur dank den Kämpfern, vor allem aber den Kämpferinnen der kurdischen Befreiungsarmee konnte die jesidische Bevölkerung in die Berge flüchten. Dort, in den Bergen, leben sie noch immer. Nun haben die jesidischen Frauen erkannt, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen müssen.

Redaktion: Christoph Keller, Anina Jendreyko