Christsein im 21. Jahrhundert – Im Gespräch mit Rowan Williams

Rowan Williams während eines Gottesdienstes.
Bildlegende: Der ehemalige Erzbischof von Canterbury Rowan Williams gehört zu den liberalen Stimmen im Christentum. Keystone

Der Waliser Theologe Rowan Williams war 12 Jahre Erzbischof von Canterbury und damit Ehrenprimas der anglikanischen Weltkirche. Immer wieder liess der Gelehrte und Mitglied des House of Lords aufhorchen, besonders als er Teile des muslimischen Familienrechts in Grossbritannien einführen wollte. Heute lehrt er wieder Theologie in Cambridge.

Seine Amtszeit als Kirchenoberhaupt war konfliktreich. Er wollte seine Kirche zusammen halten trotz aller Spannungen zwischen Nord und Süd, Konservativen und Progressiven. Dabei vertritt Williams selbst eher liberale Ansichten. Er stimmte für die Bischofsweihe für Frauen und meint, dass sich Gottes Liebe auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen zeigen kann.
Mit «being Christian» legte Rowan Williams ein viel gelesenen Buch vor, in dem er erklärt, was zum Christsein dazu gehört: Taufe, Bibel, Abendmahl und Gebet. Wie sieht das im 21. Jahrhundert aus?

Redaktion: Judith Wipfler