Habt Ihr Töne?! – Eine kleine Gesangbuchgeschichte

Das Kirchengesangbuch war eines der neuen Medien, die die Reformation hervorgebracht hat. Das Kirchenvolk bekam mit neuen Liedern in der Volkssprache eine eigene Stimme im Gottesdienst.

Geöffnetes Gesangsbuch und gefaltete Hände einer Person, die wahrscheinlich daraus singt.
Bildlegende: Das Kirchengesangsbuch – neues Medium der Reformation. Imago/epd

Die Katholiken reagierten auf das Gesangsbuch der Reformierten und führten alsbald auch Gesangbücher ein. Seither spiegelt sich in jeder Neuausgabe von Kirchengesangbüchern auch die sich wandelnde Frömmigkeitsgeschichte. Theologischer Streit bildet sich hier ebenso vielstimmig ab wie die beginnende Ökumene im 20. Jahrhundert.
Jan Tengeler zeichnet diese singende Kirchen-Geschichte für Perspektiven nach. Zu Wort kommt auch der reformierte Hymnologe Andreas Marti. Er hat die heisse Phase der letzten reformierten Gesangbuchrevision selbst miterlebt und gestaltet. Schliesslich sind es auch sehr emotionale Entscheide, welches Lied ins Gesangbuch kommt und welches rausfliegt.

Redaktion: Jan Tengeler / Judith Wipfler