Ist die römisch-katholische Kirche reformierbar?

Die Bischöfe sprechen lieber von «Erneuerung» als von Reformation. Dafür haben sie ein Konsultationsverfahren mit allen Gläubigen eingeleitet. Aber: Werden die Kleriker nun wirklich ihre Macht teilen?

Symbol auf Orange
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Die zentralistisch-episkopale Struktur der römisch-katholischen Kirche ist nicht dazu angetan, tiefgreifende Veränderung von der Basis her zuzulassen. Doch, das geht und muss gehen, wenn Kirche eine Zukunft haben will, betonen Reformerinnen und Reformer. Auch der Freiburger Theologieprofessor Daniel Bogner sieht jetzt den Moment gekommen, dass Laien den Wandel vorantreiben und mitgestalten. Liegt in der grössten Krise die Chance, dass aus einer Kleriker-Kirche eine Volk-Gottes-Kirche wird? Aber wie soll das gehen? Müssen am Schluss nicht doch wieder Bischöfe entscheiden, etwa an einem neuen Konzil? Das diskutieren wir mit Daniel Bogner in den Perspektiven.

Redaktion: Judith Wipfler