Serbisch-orthodoxe Klöster im Kosovo: Weltkulturerbe und Streitobjekte

Die Klöster der serbisch-orthodoxen Kirche stehen seit dem Mittelalter im Gebiet des heutigen Kosovo. In der albanischen Bevölkerung jedoch sind die Mönche und Nonnen alles andere als beliebt. So steht etwa das Kloster Decani seit eineinhalb Jahrzehnten unter Polizeischutz.

Vor dem Kloster Decani im Kosovo patroullieren Soldaten.
Bildlegende: Die serbisch-orthodoxen Klöster stehen zum Teil im Zentrum von ethnisch-politischen Spannungen. Reuters

Immer wieder werden die serbisch-orthodoxen Klöster und Kirchen im Kosovo Ziel von Schmierereien oder Attacken. Diese entspringen aber meist nicht religiösen Differenzen, sondern politisch-ethnischen. Denn die serbisch-orthodoxe Kirche ist stark mit dem serbischen Staat verwoben. Auch weil die Klöster im Kosovo zu ihren wichtigsten Heiligtümern zählen, beharren viele serbische Politiker auf der Zugehörigkeit des Kosovo Serbien. Wie gehen die Mönche und Nonnen und wie die überwiegend albanische Bevölkerung in den Orten drum herum mit dieser Spannung um?

Redaktion: Deborah Sutter