Sexuelle Übergriffe in der Seelsorge

Sexuelle Übergriffe sind für eine moralische Instanz wie die römisch-katholische Kirche der Super-Gau. In der Schweiz passierten die meisten Übergriffe im kirchlichen Umfeld zwischen 1950 und 1980. Deren Aufarbeitung ist längst nicht abgeschlossen.

Foto von gefaltenen Hände eines Priesters.
Bildlegende: Die Aufarbeituung sexueller Übergriffe im kirchlichen Umfeld ist noch längst nicht abgeschlossen. Imago/INSADCO

Das Buch von Daniel Pittet «Mon Père, je vous pardonne» mit einem Vorwort von Papst Franziskus ist ein Paukenschlag. Der heute 57jährige Familienvater offenbart, dass er als Ministrant in Freiburg jahrelang von einem Ordensmann vergewaltigt und sexuell missbraucht worden war. Pittet bezeichnet sich heute als «psychisch und physisch lädiert».
Was bedeuten sexuelle Übergriffe für die Betroffenen? Wie arbeitet die römisch-katholische Kirche in der Schweiz die sexuellen Übergriffe auf? Wie geht sie mit dem Image-Schaden um? Heute gilt sogenannte «Null-Toleranz». Zeigen die ergriffenen Massnahmen Wirkung?

Redaktion: Norbert Bischofberger