Tote und lebendige Steine: Das Basler Münster wird 1000 Jahre alt

Die frühen Baumeister waren grosse Könner und wählten sorgsam die passenden Steine für den Bau des Basler Münster aus. Die Restauratorin Bianca Burkhardt ist an den Ursprung der Steine gegangen, in die Steinbrüche des Schwarzwalds.

Symbol auf Gelb
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Diesen Herbst wird das Basler Münster 1000 Jahre alt. Erstaunlich ist, dass viele der ganz alten Steine so robust sind, dass sie bis heute tragen. Woran das liegt, hat Bianca Burkhardt von der Basler Stiftung Münsterbauhütte herausgefunden. Mit einem interdisziplinären Team kam sie einem weiteren Geheimnis auf die Spur: Mittels strahlendiagnostischer Verfahren konnten erstmals Wandmalereien wieder sichtbar gemacht werden, die im Zuge des reformatorischen Bildersturms entfernt worden waren. Die Baugeschichte spiegelt eben immer auch die Frömmigkeitsgeschichte.
Was diese Steine aber bis heute wirklich «lebendig» mache, das sei die Gemeinde, - davon ist Bernhard Christ überzeugt, selbst ein «Urgestein» der Basler Münstergemeinde.

Redaktion: Dorothee Adrian