Valposchiavo: Eine kleine Konfessionsgeschichte

Das Valposchiavo galt lange als «Nordirland der Schweiz», denn Katholiken und Reformierte bekämpften sich bis aufs Blut. Bis weit ins 20. Jahrhundert waren Kirchen und Schulen im Tal nach Konfessionen getrennt. Doch heute ist das Verhältnis von Katholiken und Protestanten geklärt. Oder doch nicht?

Symbol auf Orange
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Das Valposchiavo im Süden der Schweiz gehört zum italienischsprachigen Teil des Kantons Graubünden. Seit Urzeiten ist dieses Tal mit dem schmucken Hauptort Poschiavo eine wichtige Verbindung zwischen Italien und der Schweiz. Doch das Tal verbindet nicht nur zwei Länder, es trennt auch - nämlich Katholiken und Protestanten. Im 17. Jahrhundert führten die sogenannten «Bündner Wirren» gar zum Krieg um Macht und Glauben im Tal. Wie ist die Situation 500 Jahre nach der Reformation? Was trennt und was verbindet Katholiken und Protestanten heute? Und welche spirituellen Aufbrüche gibt es im Tal? Ein Augenschein vor Ort.

Weitere Informationen zum Valposchiavo:
Norbert Bischofberger wandert für die Fernsehsendung «Sternstunde Religion» auf spirituellen Wegen durch das Valposchiavo. Er zeigt atemberaubende Landschaften, geschichtsträchtige Orte und trifft Menschen, die sich mit dem Tal und seinen Traditionen auseinandersetzen.

Redaktion: Norbert Bischofberger