Was macht eigentlich - Erwin Koller?

Vor acht Jahren ging eine Ära zu Ende. Nach 30 Jahren beim Schweizer Fernsehen ging Erwin Koller in Pension.

Ohne ihn würde es wohl die «Sternstunden» nicht geben, ohne ihn wäre in diesen öffentlich-rechtlichen Gesprächsrunden nicht so viel von der leidenschaftlichen Kraft des Dialogs zu hören gewesen.

«Öffentlichkeit war für mich ein Lebenselixier», sagt Koller, der Philosophie und Theologie studierte und nach einem weiteren Studienjahr am Priesterseminar St. Gallen fünf Jahre lang als Seelsorger in verschiedenen Gemeinden der Ostschweiz tätig war.

Öffentlichkeit, das hiess für ihn Predigen, und so kam es, dass er 1968, kaum 28, einer der Sprecher des «Worts zum Sonntag» wurde. Und als er sich 1972 laisieren liess, lag es nahe, dass er das Auskommen für sich und seine werdende Familie beim Fernsehen suchte.

Unablässig aktiv ist Koller noch heute vor allem als intellektueller Begleiter von Reisegruppen.

Autor/in: Hansjörg Schultz