Wenn die Geister traurig sind – Aborigines im Museum der Kulturen

Ausgerechnet in der Schweiz - genauer in Basel - begegnen australische Aborigines ihrem geistigen und materiellen Erbe. Die Ritualgegenstände aus dem Museumsdepot wollten sie aber nicht grad mitnehmen. Die Begegnung mit den Geistern der Vergangenheit ist nämlich komplex.

Symbol auf Gelb
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Als Australien kolonialisiert wurde, wurden die Ureinwohner gezwungen, ihre Lebensweise als Jäger und Sammler weitgehend aufzugeben. Viele von ihnen verkauften deshalb ihre wenigen Habschaften an Missionare und Händler, um Geld für Nahrung und anderes zu bekommen. Diese Habschaften liegen inzwischen weltweit in Museen verteilt – auch im Basler Museum der Kulturen. Vier Aborigines sind im Frühling nach Europa gereist, um ihre Kulturgüter zu sichten: Sie bedeuten ihnen vor allem spirituell viel. In Basel wurden sie nicht allein mit ihrer traurigen Geschichte konfrontiert, sondern auch mit den Geistern, die in diesen Gegenständen wohnen. Sie liegen ja nun seit mehr als hundert Jahren in den Schubladen der Basler Museumsdepots. Maya Brändli hat den Besuch der vier Gäste aus Australien begleitet.

Redaktion: Maya Brändli