Braucht es Internet-Sperren zum Schutz vor Online-Casinos?

Es geht um viel Geld: Der Bundesrat will mit dem neuen Geldspielgesetz Online-Casinos in der Schweiz zulassen. Und diese mit Internet-Sperren vor ausländischer Konkurrenz schützen. Doch diese Internet-Sperren sind umstritten.

FDP-Nationalrat Thierry Burkart (l.) und SVP-Nationalrat Lukas Reimann nach der Diskussion im Radiostudio Bern.
Bildlegende: Internet-Sperren - ja oder nein? FDP-Nationalrat Thierry Burkart (l.) und SVP-Nationalrat Lukas Reimann. SRF4News / mael

Beim Glücksspiel geht es um viel Geld: rund 700 Millionen Franken werden pro Jahr an Automaten oder in Casinos vezockt.
Und es könnte bald noch mehr sein, wenn der Bund mit dem neuen Geldspielgesetz Online-Casinos zulässt. Schätzungen gehen davon aus, dass Schweizerinnen und Schweizer derzeit rund 100 Millionen Franken in ausländischen Online-Casinos ausgeben.

Weil das Glücksspiel ein lukratives Geschäft ist, will es der Bundesrat auch entsprechend schützen: mit Internet-Sperren. Die Webseiten von ausländischen Online-Casinos sollen gesperrt werden, und der Zugriff aus der Schweiz soll verunmöglicht werden: ein Novum. Und eine umstrittene Massnahme, die heute im Nationalrat zu reden geben wird.

Warum braucht es solche Internet-Sperren? Warum sind sie problematisch? Darüber haben die Nationalräte Lukas Reimann (SVP) und Thierry Burkart (FDP) diskutiert.

Moderation: Lukas Mäder