Verjährung bei Asbestopfern: was ist eine gerechte Lösung?

  • Dienstag, 15. Dezember 2015, 6:47 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 15. Dezember 2015, 6:47 Uhr, Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 15. Dezember 2015, 7:47 Uhr, Radio SRF 4 News

Asbestopfer erkranken meist erst Jahrzehnte, nachdem sie mit dem gefährlichen Stoff in Berührung kamen. Klagen vor Gericht sind dann praktisch unmöglich, weil die Verjährungsfrist von 10 Jahren schon lange abgelaufen ist. Der Ständerat berät heute über eine Gesetzesänderung.

FDP-Ständerat Andrea Caroni (links) und SP-Nationalrat Jean Christophe Schwaab im Radiostudio Bern.
Bildlegende: Was ist eine gerechte Lösung für Asbestopfer? - FDP-Ständerat Andrea Caroni (links) und SP-Nationalrat Jean Christophe Schwaab. SRF4News / mael

Noch immer erkranken pro Jahr rund 120 Personen an Krebs - als Spätfolge von Asbest, weil sie vor Jahren oder Jahrzehnten mit Asbest in Kontakt gekommen waren. Das Problem der Asbestopfer: Klagen auf Entschädigung sind praktisch chancenlos. Denn die Verjährungsfrist von zehn Jahren ist schon lange vorbei, bis die Krankheit ausbricht.

Der Bundesrat hat das Problem erkannt und will die Verjährungsfrist von 10 auf 30 Jahre verlängern. Doch ob das der richtige Weg ist, ist umstritten. Heute berät der Ständerat darüber.

Braucht es eine Gesetzesanpassung für die Asbestopfer? Und wenn ja, welche? Darüber haben FDP-Ständerat Andrea Caroni und SP-Nationalrat Jean Christophe Schwaab diskutiert.

Moderation: Lukas Mäder