Fusspilz – Was schützt, was hilft, was nicht?

Im Hallenbad sollen Desinfektion und Bodenreinigung das Problem lösen. Aber auch in Sporthallen, Hotelzimmern, Schuhverleihen und allen öffentlichen Räumen, wo Besucher barfuss gehen, gibt es reichlich Gelegenheit, Bekanntschaft mit den lästigen Hautpilzen zu machen.

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Fusspilz - Eine Infektion, um die kaum jemand herumkommt

11 min, aus Puls vom 23.11.2009

Fusspilz ist weit verbreitet. Wer regelmässig in Hallenbädern oder Gemeinschaftsduschen barfuss geht, hat eine grosse Chance, eine Pilzinfektion aufzulesen. Männer sind mit gut 60 Prozent der Fälle etwas häufiger betroffen als Frauen.

Übertragung über Hautschuppen

Wir alle verlieren laufend feinste Hautschuppen und verteilen diese unsichtbar auf dem Boden. Pilzhaltige Hautschuppen werden von anderen Menschen wieder aufgesammelt. So übertragen sich die Pilzsporen. Begünstigt wird diese Übertragung durch die sehr hohe Widerstandsfähigkeit der Sporen. Sie können mehreren Monate überleben und haben so viel Zeit um auf ihren nächsten Wirt warten.

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Es infizieren sich jedoch nicht alle Menschen, da die Haut durch einen Schutzfilm vor Krankheitserregern wie Pilzen und Bakterien geschützt wird. Pilze können nur in die Haut und die Nägel eindringen, wenn die Haut vorgeschädigt ist. Durch kleine Hautverletzungen zum Beispiel, welche man oft nicht sieht und spürt.

Ansteckungsorte

Der Fusspilz wird oft in öffentlichen Nassbereichen wie Schwimmbäder, Saunen oder Gemeinschaftsduschen in Sporthallen übertragen. Denn Feuchtigkeit und Wärme schaffen besonders gute Voraussetzungen für die Pilze, die sehr leicht in die aufgeweichte Haut eindringen. Aber auch Ski-, Bowling- und Schlittschuhverleihe gehören zu den Infektionsquellen. Nicht ganz ohne sind auch Teppichböden in Hotels oder Umkleidekabinen in Warenhäusern. Kurzum: Der Fusspilz lauert an vielen Orten.

Trügerische Fussduschen

Desinfektionsmittel-Spender gegen Fusspilz – sogenannte Fussduschen – werden in öffentlichen Schwimmbädern zwar seltener, sie sind aber nach wie vor sehr beliebt. Lange Zeit fühlte man sich durch die rege Benutzung dieser Duschen geschützt. Doch die Anlagen können gar zu einer Verbreitung der Infektion führen. Zum einen sind die Pilze sehr widerstandsfähig. Man müsste seine Füsse mindestens fünf Minuten unter den Strahl halten. Und dann sollte das Mittel noch 15 bis 30 Minuten einwirken, um die Pilzsporen effektiv zu bekämpfen. Die meisten Badenden waschen das Mittel allerdings gleich wieder ab – entweder unter der Dusche oder im Schwimmbecken.

Zum anderen sammeln sich bei Fussduschen viele Erreger. Denn der Fussstrahl löst bei Trägern der Pilze zusätzliche Hautschuppen ab. Und gerade Menschen, die bereits einen Pilz haben, suchen die Fussduschen rege auf.

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Mittel gegen Fusspilz

Am besten versucht man Fusspilz mit einfachen Tricks von Beginn an zu vermeiden. Am effektivsten mit Badeschlappen und konsequentem Fusstrocken – vor allem in den Zehenzwischenräumen.

Sollte es trotzdem zu einem Fusspilz kommen, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, diesen auch wieder los zu werden. Eine Fusspilzerkrankung verschwindet allerdings nicht ohne Behandlung. Die Behandlung erfolgt meist mit Cremes, Sprays oder Puder. Diese sind in vielen Geschäften zu kaufen. Es gibt aber auch verschiedene Hausmittel. Dazu zählen Knoblauch, Apfelessig, Backpulver oder Salz. Wichtig bei der Behandlung ist, dass man sich genug Zeit einräumt. Viele Mittel zeigen bereits nach wenigen Tagen Wirkung. Dann gilt die Faustregel: mindestens vier Wochen weiter behandeln. Sonst breitet sich der Fusspilz gerne wieder aus.