Schlechtes Gewissen am Tiefkühlfach?

Tiefgefrorene Gemüse und Früchte sind zweifellos praktisch – und gesünder als man meinen möchte.

Blick in eine Supermarkt-Tiefkühltruhe, in der sich Gemüse- und Früchtebeutel stapeln. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Früchte und Gemüse aus dem Tiefkühler sind eine gesunde Alternative zu saisonalen Produkten. imago

Wer bewusst kocht und auf saisonale Zutaten setzt, steht eher selten vor der Tiefkühltruhe im Supermarkt. Wenn man sich aber doch einmal davor wiederfindet um Spinat, Blumenkohl, Erbsen, Himbeeren oder Heidelbeeren zu besorgen, stellt sich mit Blick auf die Fertiggerichte im Kühler nebenan die Frage: Ist das gesund?

SRF-Ernährungsberaterin Helena Kistler gibt Entwarnung: «Auch wenn einheimische, saisonale Produkte mit kurzen Transportwegen zu bevorzugen sind: Ja, erstaunlicherweise lässt sich sehr viel Gutes sagen über die Tiefkühlkost!» Weil die Früchte und Gemüse nach dem Ernten gleich verarbeitet und schockgefroren werden, bleiben die Nährstoffe und Vitamine optimal erhalten. Im Vergleich mit frischem Gemüse enthalten diese Produkte sogar eher mehr Nährstoffe, da sie beim Transport und in der Auslage nicht Licht und Wärme ausgesetzt sind.

Damit die Vorteile der schockgefrosteten Früchte oder Gemüse möglichst bis zur Pfanne erhalten bleiben, lohnt es sich, einige Punkte zu beachten:

  • Tiefgekühltes erst am Ende des Einkaufs besorgen, damit die Kühlkette möglichst nicht unterbrochen wird.
  • Tiefgekühltes im Einkaufswagen oder in der Tasche zueinander legen.
  • Tiefgekühltes in einem Isolierbeutel nach Hause transportieren.
  • Tiefgekühltes möglichst langsam und schonend auftauen, am besten im Kühlschrank.

So gesund die Tiefkühlprodukte aber auch sein mögen: Mit dem Erscheinungsbild und dem Geschmack ihrer frischen Pendants können sie nicht (mehr) mithalten.