Kurz mal unter die Dusche

Eine warme Dusche ist gerade im Winter eine willkommene Wärmequelle. Doch so gut sie im Moment tut – häufiges und heisses Waschen kann der Haut schaden. Allerdings auch nicht so arg, wie manche glauben.

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Pulsmix

1:06 min, aus Puls vom 25.11.2013

Der neueste Trend aus Übersee lautet «Cleansing Reduction». Was die «Trendsetter» damit sagen wollen: Wascht euch weniger. Denn duschen und baden schade der Haut, sagen sie. Ihre muffelige Empfehlung: maximal zwei Mal die Woche richtig sauber machen.

Alte Erfindung

Die Dusche ist eine alte Erfindung: Sie säuberte die Menschheit schon lange vor Christi Geburt. Zumindest die alten Griechen waren reinlich. Dann geriet die Dusche in Vergessenheit, bis sie vom französischen Militär aus Hygienegründen im 19. Jahrhundert wieder entdeckt wurde.

Heute brausen gut 15 Liter Wasser pro Minute aus einem Duschkopf. Ein durchschnittlicher Duschgang liegt damit bei etwa 80 Liter.

Richtiges Duschen statt Nicht-Duschen

Doch zurück zum Trend aus Übersee: Richtig ist, dass Wasser und Seife den Säureschutzmantel der Haut zerstören können. Und der ist wichtig für die Gesundheit der Haut – er schützt die Haut vor dem Eindringen gefährlicher Keime. Nur: Dafür braucht es eine gehörige Menge an Wasser und Seife. Für Menschen mit normaler Haut ist einmal am Tag duschen absolut in Ordnung. Für Menschen mit sehr trockener Haut macht es indes Sinn, einmal einen Tag auszusetzen. Wichtig dann aber: Füsse, Achseln und Intimbereich mit dem Lappen waschen.

Drei Tipps zum Duschen und Baden:

  • Kühles Wasser greift den Säureschutzmantel weniger an als heisses: duschen deshalb bei 32 bis 38 Grad; baden bei unter 38 Grad.
  • Wenig Seife ist besser als zu viel Seife. Einige Körperpartien müssen nicht täglich eingeseift werden (oder schwitzen Sie oft auf der Schulter?). PH-neutrale Duschmittel schützen die Haut besser.
  • Rund drei Minuten duschen reicht – beim Baden sollte man unter 30 Minuten bleiben.

Fazit: «Cleansing Reduction» schadet sicher nicht – ausser dem Geruchsempfinden der Umwelt. Aber das ist eine andere Geschichte.

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