Ab in die Ferien: Medikamente am Steuer?

Auto- und auch Fahrradfahren erfordern komplexe Körperarbeit: Augen und Ohren nehmen die Situation wahr. Im Gehirn werden Informationen verarbeitet und beurteilt. Und darauf erfolgt eine Reaktion. Medikamente können sich negativ auf die Wahrnehmung und Reizverarbeitung auswirken. Unfälle drohen!

Medikamente können die Sicherheit auf der Strasse gefährden.
Bildlegende: Medikamente können die Sicherheit auf der Strasse gefährden. colourbox.com

In der Schweiz konsumieren schätzungsweise 15 Prozent aller Menschen regelmässig Medikamente, die die Fahrtüchtigkeit beinflussen.

Die Spritze beim Zahnarzt, ein Schlaf- oder Schmerzmittel, Blutdruck senkende Medikamente, Psychopharmaka oder Kombinationspräparate gegen grippale Infekte und andere Medikamente können die Wahrscheinlichkeit auf Unaufmerksamkeit erhöhen.

Einschätzung schwierig 
Eine sichere Bewertung eines Arzneimittels, ab welcher Dosis denn Beeinträchtigungen eintreten, ist allerdings schwer oder gar nicht möglich. Dies hängt zum Beispiel ab von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Körperbau, Gewicht, Einnahme anderer Medikamente, etc.

DRS-Ratgeberarzt Felix Huber sagt, wo Vorsicht angesagt ist und welche Medikamente bezüglich Fahrtüchtigkeit unbedenklich sind.

Tipps vorweg:

  • Direkt nach der Einnahme eines Schlafmittels setzt man sich nicht ans Steuer. 8-10 Stunden später (je nach Medikament) ist man normalerweise wieder fahrtüchtig.
  • Stark wirksame Schmerzmittel schwächen unsere Aufmerksamkeit. Vorsicht ist angesagt!
  • Psychopharmaka bergen Gefahren. Dazu zählen z.B. Antidepressiva, Neuroleptika und Tranquilizer. Bei Beginn einer neuen Therapie ist die Fahrsicherheit meist nicht gegeben.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Christine Schulthess