Alkohol: Genuss oder Sucht?

Trinkt mein Verwandter, meine Freundin oder ich selbst zu viel und zu häufig Alkohol? «Ratgeber»-Arzt Piet von Spijk erklärt, wann aus Genuss eine gefährliche Abhängigkeit wird.

Seine drei wichtigsten Ratschläge zusammengefasst:

1. Wer gefährdet ist, hat die Tendenz, sich einzureden, er habe seinen Alkoholgenuss jederzeit im Griff. Als Faustregel gilt: Probleme mit Alkohol werden eher unter- als überschätzt.   

2.  Ob der Alkoholkonsum eine kritische Grenze erreicht oder überschritten hat, lässt sich mit den bewährten CAGE-Fragen beantworten. Mindestens zwei «Ja» auf diese vier Fragen weisen auf eine Alkoholabhängigkeit hin.

  • C = Cut down: «Haben Sie (erfolglos) versucht, Ihren Alkoholkonsum einzuschränken?»
  • A = Annoyed: «Haben andere Personen Ihr Trinkverhalten kritisiert und Sie damit verärgert?»
  • G = Guilty: «Hatten Sie schon Schuldgefühle wegen Ihres Alkoholkonsums?»
  • E = Eye Opener: «Haben Sie jemals schon gleich nach dem Aufstehen getrunken, um 'in die Gänge zu kommen' oder sich zu beruhigen?»

3.  Wer feststellt, dass sein eigener oder der Alkoholkonsum einer nahestehenden Person zum Problem wird, soll sich nicht zurückziehen, sondern im Gegenteil das Gespräch mit dem Hausarzt oder einer spezialisierten Fachstelle suchen.

Mehr Informationen im Ratgeber-Merkblatt

Autor/in: Pete van Spijk, Moderation: Joschi Kühne, Redaktion: Daniel Hitzig