Antibiotika-Resistenzen: So lassen sie sich vermeiden

Antibiotika-Resistenzen haben in den letzten zehn Jahren in der Schweiz massiv zugenommen. Antibiotika, von denen man gegen einen Erreger eine sichere Wirkung erwarten konnte, verlieren immer öfter ihre Wirksamkeit. Was kann man als Patient dagegen tun?

Antibiotika-Packungen müssen immer bis zur letzten Tablette aufgebraucht werden, auch wenn man sich bereits besser fühlt.
Bildlegende: Antibiotika-Packungen müssen immer bis zur letzten Tablette aufgebraucht werden, auch wenn man sich bereits besser fühlt. colourbox

Diese Resistenz-Zunahme ist zum Teil hausgemacht durch einen ungezielten und falschen Einsatz von Antibiotika. Setzt ein Patient sein Antibiotikum zu früh ab, zum Beispiel dann, wenn er sich besser fühlt, dann überlebt meist ein Teil der Bakterien. Einerseits steigt so das Risiko, erneut zu erkranken, andererseits haben die überlebenden Erreger so eine grössere Chance, sich dem Antibiotikum anzupassen. Sie werden resistent.

Jährlich erkranken in der Schweiz bis zu tausend Menschen an schwersten Infektionen mit resistenten Keimen; rund 80 sterben daran.

Da neue wirksame Antibiotika kaum mehr entwickelt werden, besteht heute die Abwehrstrategie darin, die Resistenz-Entstehung zu verhindern. SRF-Ratgeberarzt Felix Huber zeigt Möglichkeiten für den einzelnen Patienten auf.

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Resistenz gegen Antibiotika

15 min, aus Rundschau vom 7.3.2012

Moderation: Ladina Spiess, Redaktion: Christine Schulthess